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Laminat jeden Tag wischen? Trocken ja, nass nein – die richtige Reinigung
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Laminat jeden Tag wischen: Was ist richtig?
Die kurze Antwort lautet: Täglich trocken reinigen ist bei Laminat möglich, täglich nass wischen ist es nicht. Der Europäische Verband der Laminatbodenhersteller (EPLF) beschreibt in seinem Merkblatt zur Reinigung und Pflege von Laminatfußböden im häuslichen Bereich (Stand 06/2022) die Trockenreinigung als Regelfall. Feucht gereinigt wird nur bei Bedarf, und dann nebelfeucht.
Der Grund liegt im Aufbau. Laminat besteht aus einer Trägerplatte aus Holzfaser, einer bedruckten Dekorschicht und einer harten Oberfläche. Die Oberfläche ist robust, die Trägerplatte nicht. Dringt Wasser an Fugen, Kanten oder beschädigten Stellen ein, kann sie aufquellen. Das lässt sich in der Regel nicht mehr reparieren.
Trockenreinigung: Staubsauger und Mopp
Für den Alltag genügt die Trockenreinigung. Sie nimmt Staub, Haare und Krümel auf, ohne dass Feuchtigkeit in die Fugen gelangt. Geeignet sind:
- ein Staubsauger mit weicher Hartbodendüse, deren Rollen und Borsten sauber sind,
- ein trockener Mikrofasermopp oder ein weicher Wischmopp, der den Staub bindet.
Ein Besen wird nach dem EPLF-Merkblatt nicht empfohlen, weil er den Staub vor allem aufwirbelt und wieder im Raum verteilt. Auch harte Bürsten und rotierende Borsten gehören nicht auf Laminat.
So gehen Sie vor:
- Nehmen Sie grobe Steinchen und Sand zuerst auf, denn sie wirken wie Schleifpapier auf der Oberfläche.
- Arbeiten Sie in gleichmäßigen Bahnen und führen Sie den Mopp ohne starken Druck.
- Wechseln oder waschen Sie den Moppbezug, sobald er sichtbar verschmutzt ist. Verzichten Sie beim Waschen auf Weichspüler, weil er die Fasern verklebt.
- Saugen Sie Sockelleisten und Türübergänge mit einer schmalen Düse ab, denn dort sammelt sich Staub.
Nebelfeucht wischen: nur bei Bedarf
Bleiben nach der Trockenreinigung Spuren zurück, etwa Fußabdrücke, Fettfilm oder eingetrocknete Flecken, reinigen Sie den Boden nebelfeucht. Das heißt: Der Wischbezug ist nur leicht angefeuchtet und fest ausgewrungen, auf dem Boden bleibt kein sichtbarer Wasserfilm zurück. Nach dem EPLF-Merkblatt kommt dafür ein geeigneter Laminatreiniger zum Einsatz, den Sie nach Herstellerangabe dosieren.
- Wischen Sie in kleinen Abschnitten, damit die Oberfläche nur kurz feucht ist.
- Wringen Sie den Bezug gründlich aus. Bilden sich Tropfen oder Pfützen, ist er zu nass.
- Nehmen Sie Wasser an Türübergängen, Heizungsrohren und Sockelleisten sofort mit einem trockenen Tuch auf.
- Lassen Sie den Boden danach vollständig abtrocknen, bevor Möbel zurückgestellt werden.
Mehr Reiniger macht den Boden nicht sauberer. Eine Überdosierung hinterlässt Schlieren und klebrige Stellen, an denen sich neuer Schmutz schneller festsetzt.
Was auf Laminat nicht gehört
Viele gut gemeinte Hausmittel schaden dem Boden. Verzichten Sie auf diese Mittel und Methoden:
- Dampfreiniger: Hitze und Dampf dringen in die Fugen und können die Verbindungsschichten und die Trägerplatte schädigen.
- Nass wischen oder Wasser aufschütten: Stehende Nässe ist die häufigste Ursache für aufgequollene Kanten.
- Öl, Wachs und Politur: Laminat wird nicht gewachst oder geölt. Diese Mittel bilden einen Film, der schmiert, Staub bindet und sich später schwer entfernen lässt.
- Seife und Schmierseife: Seifen hinterlassen auf der geschlossenen Oberfläche einen Belag, der matt oder klebrig wirkt.
- Scheuermittel, Scheuermilch und Lösungsmittel: Sie zerkratzen oder mattieren die Oberfläche.
Für Hausmittel wie Essig gilt: Sie sind keine Universallösung. Maßgeblich ist immer die Pflegeanleitung des Bodenherstellers. Probieren Sie neue Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle aus.
Hartnäckige Flecken und klebrige Stellen
Frische Flecken nehmen Sie am besten sofort mit einem saugfähigen Tuch auf. Eingetrocknete Stellen weichen Sie mit einem nur leicht feuchten Tuch an und lösen sie danach mit wenig Druck. Klingen, Schmutzradierer und harte Bürsten sind tabu, sie hinterlassen dauerhafte Spuren.
- Fett und Zucker: punktuell mit dem Laminatreiniger und einem weichen Tuch entfernen.
- Kaugummi: mit einem in ein Tuch gewickelten Kühlakku verhärten und danach vorsichtig abheben.
- Kerzenwachs: erkalten lassen und mit einer Kunststoffkarte abschieben, ohne Hitze.
- Filzstift oder Schuhabrieb: nur nach einem Test an verdeckter Stelle mit einem geeigneten Reiniger behandeln.
Sind Kanten aufgequollen oder hat sich die Dekorschicht gelöst, lässt sich das nicht wegwischen. Wenden Sie sich dann an den Hersteller oder einen Fachbetrieb.
Den Boden im Alltag schützen
Wer weniger Schmutz hereinträgt, muss weniger reinigen. Mit wenigen Maßnahmen bleibt der Boden länger gepflegt:
- Legen Sie im Eingangsbereich eine Schmutzfangmatte mit geeigneter Unterseite aus. Prüfen Sie vorher, ob der Bodenhersteller die Unterseite freigibt, denn manche Gummiunterseiten können Verfärbungen verursachen.
- Bringen Sie unter Stühlen und Möbelfüßen Filzgleiter an und kontrollieren Sie sie regelmäßig auf Sand.
- Ziehen Sie Möbel nie über den Boden, sondern heben Sie sie an.
- Trocknen Sie keine nasse Wäsche und lagern Sie keine nassen Schuhe direkt auf dem Laminat.
- Lassen Sie rundum die Dehnungsfuge frei. Sockelleisten und Profile dürfen den Boden nicht einklemmen.
Reinigungsplan im Überblick
| Situation | Vorgehen | Hinweis |
|---|---|---|
| Staub, Haare, Krümel | Staubsauger mit weicher Hartbodendüse oder trockener Mopp, auch täglich möglich | Kein Besen, keine harten Bürsten |
| Sichtbare Verschmutzung | Nebelfeucht wischen mit Laminatreiniger | Bezug fest auswringen, kein Wasserfilm |
| Frische Flecken | Sofort mit saugfähigem Tuch aufnehmen | Nicht über die Fläche verteilen |
| Eingetrocknete Flecken | Anfeuchten, mit weichem Tuch lösen | Keine Klingen, keine Schmutzradierer |
| Pflegemittel | Laminatreiniger nach Herstellerangabe | Kein Öl, kein Wachs, keine Seife |
| Dampfreiniger | Nicht verwenden | Dampf schädigt Fugen und Trägerplatte |
Fazit: Täglich trocken, nass nur bei Bedarf
Laminat jeden Tag wischen müssen Sie nicht, und nass sollten Sie es nie wischen. Staubsaugen oder trockenes Moppen dürfen Sie so oft wiederholen, wie der Boden es braucht. Feucht gereinigt wird nur bei sichtbarer Verschmutzung, nebelfeucht und mit geeignetem Laminatreiniger. Auf Dampf, Öl, Wachs, Seife und Besen verzichten Sie. Bei Zweifeln hilft die Pflegeanleitung des Herstellers.
Häufige Fragen zur Laminatpflege
Darf man Laminat jeden Tag wischen?
Täglich trocken reinigen ist möglich, etwa mit Staubsauger oder trockenem Mopp. Nass wischen sollten Sie Laminat nicht. Nach dem EPLF-Merkblatt 06/2022 wird nur bei Bedarf nebelfeucht mit einem geeigneten Laminatreiniger gewischt.
Was bedeutet nebelfeucht wischen?
Der Wischbezug ist nur leicht angefeuchtet und fest ausgewrungen. Auf dem Boden bleibt kein sichtbarer Wasserfilm zurück, und er trocknet rasch ab. Arbeiten Sie in kleinen Abschnitten und nehmen Sie Wasser an Fugen und Kanten sofort auf.
Welches Reinigungsmittel eignet sich für Laminat?
Verwenden Sie einen Reiniger, der ausdrücklich für Laminat vorgesehen ist, und dosieren Sie ihn nach Herstellerangabe. Öl, Wachs, Politur und Seife gehören nicht auf Laminat, weil sie einen Film hinterlassen. Scheuermittel und Lösungsmittel greifen die Oberfläche an.
Darf man Laminat mit dem Dampfreiniger reinigen?
Nein. Dampf und Hitze dringen in die Fugen ein und können Trägerplatte und Verbindungsschichten schädigen. Reinigen Sie Laminat trocken oder nebelfeucht.
Was hilft gegen klebrige Stellen auf Laminat?
Behandeln Sie klebrige Stellen punktuell mit einem weichen, nur leicht angefeuchteten Tuch und einem geeigneten Laminatreiniger. Trocknen Sie die Fläche danach ab. Verwenden Sie keine harten Bürsten, Schmutzradierer, Klingen oder Lösungsmittel. Bleibt der Belag bestehen, prüfen Sie die Pflegehinweise des Bodenherstellers.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu