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Laminat reinigen: Anleitung nach EPLF-Merkblatt

Laminat reinigen Redaktion fussboden-ratgeber.de · Stand

Inhalt 10 Abschnitte

Laminat reinigen: Grundlagen

Laminat hat eine dichte, harzgebundene Nutzschicht. Empfindlich ist dagegen die Trägerplatte aus Holzfaser, die Wasser aufnimmt und quillt. Deshalb gilt bei der Reinigung ein einfacher Grundsatz: erst trocken, dann höchstens nebelfeucht. Die Hinweise folgen den Merkblättern des Europäischen Verbands der Laminatbodenhersteller (EPLF, Reinigung und Pflege von Laminatfußböden, 06/2022). Sie ergänzen die Pflegeanleitung des Herstellers, ersetzen sie aber nicht.

Trockenreinigung: Staubsauger und Mopp

Sand, Staub und feine Schmutzpartikel wirken wie Schleifpapier auf der Nutzschicht. Wer sie regelmäßig entfernt, schützt die Oberfläche vor Mattstellen und Kratzern.

Staubsauger statt Besen

Die EPLF-Merkblätter nennen für die Trockenreinigung Staubsauger oder Trockenmopp. Ein Besen ist ungeeignet, weil er feinen Staub nur aufwirbelt, der sich anschließend wieder absetzt.

  • Bodendüse: Nutzen Sie eine weiche Düse für harte Böden. Eine rotierende Bürstenwalze sollte ausgeschaltet sein.
  • Trockenmopp: Ein Mopp mit Mikrofaser oder ein Staubbindetuch nimmt losen Schmutz an Kanten und in Ecken auf.
  • Richtung: Saugen und wischen Sie in Richtung der Dielen. So wird weniger Schmutz in die Fugen gedrückt.

Häufigkeit

Wie oft Sie reinigen müssen, hängt von der Beanspruchung ab. Eingangsbereiche, Küchen und Räume mit Kindern oder Haustieren brauchen mehr Pflege als selten genutzte Zimmer. Eine Matte am Eingang hält einen großen Teil des Sandes zurück.

Feuchtwischen auf Laminat

Laminat verträgt Feuchtigkeit nur in kleinen Mengen. Wischen Sie deshalb nebelfeucht: Das Tuch oder der Mopp ist so gut ausgewrungen, dass es nicht tropft und der Boden danach rasch streifenfrei abtrocknet. Nasses Wischen mit viel Wasser ist nicht geeignet.

  • Wassermenge: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Wringen Sie den Bezug nach jedem Wischzug aus.
  • Wischrichtung: Wischen Sie in Längsrichtung der Dielen und nicht quer, damit keine Feuchtigkeit in die Fugen geschoben wird.
  • Druck: Wischen Sie mit leichtem Druck. Schrubben ist nicht nötig.
  • Nachtrocknen: Wischen Sie mit einem trockenen Mikrofasertuch nach. Das entfernt Restwasser und verhindert Trockenflecken.
  • Dampfreiniger: Sie sind für Laminat nicht geeignet. Heißer Dampf kann durch die Fugen in die Trägerplatte eindringen und sie aufquellen lassen.

Auf glänzenden und dunklen Böden zeigen sich Streifen und Wasserränder schneller. Das Nachtrocknen ist dort besonders wichtig. Hinweise zu Dekoren und Optik finden Sie im Beitrag Laminat zum Glänzen bringen.

Reinigungsmethoden im Überblick

Methode Eignung für Laminat Hinweis
Staubsauger mit Hartbodendüse Geeignet Bürstenwalze ausschalten
Trockenmopp, Staubbindetuch Geeignet Gut für Kanten und Ecken
Besen Ungeeignet Wirbelt feinen Staub nur auf
Nebelfeuchter Mopp mit Laminatreiniger Geeignet Gut auswringen, trocken nachwischen
Nasses Wischen Ungeeignet Wasser dringt in die Fugen
Dampfreiniger Ungeeignet Dampf und Hitze schädigen den Aufbau
Wachs, Öl, Politur, Seife Ungeeignet Bilden einen Film mit Schlieren

Laminatreiniger: Worauf es ankommt

Verwenden Sie einen Reiniger, den der Hersteller Ihres Bodens für Laminat zulässt. Er soll rückstandsfrei abtrocknen. Dosieren Sie sparsam nach der Angabe auf der Flasche, denn zu viel Reiniger hinterlässt einen Film.

  • Filmbildner meiden: Reiniger oder Pflegemittel mit Wachs, Öl oder Polymeren legen sich als Schicht auf die Oberfläche. Das EPLF rät von filmbildenden Mitteln ab.
  • Aggressive Mittel meiden: Scheuermittel, Stahlwolle und lösemittelhaltige Produkte können die Nutzschicht angreifen.
  • Erst testen: Probieren Sie jedes neue Mittel an einer unauffälligen Stelle aus.

Hausmittel auf Laminat

Essig, Zitronensäure, Backpulver und Scheuermilch sind für die regelmäßige Pflege nicht empfehlenswert. Säuren können die Oberfläche angreifen, Backpulver und Scheuermittel wirken abrasiv und hinterlassen Kratzer. Die EPLF-Merkblätter nennen diese Mittel nicht. Besser sind klares, lauwarmes Wasser und ein geeigneter Laminatreiniger.

Pflege je nach Oberfläche

Mattes und strukturiertes Laminat

Strukturierte Oberflächen haben feine Prägungen, in denen sich Staub, Tierhaare und Krümel sammeln. Saugen Sie regelmäßig und wischen Sie nebelfeucht in Richtung der Struktur. Rückstände von Reinigern bleiben auf matten Flächen sichtbar, deshalb sollten Sie sparsam dosieren.

Hochglanz-Laminat

Auf glänzenden Oberflächen sind Kratzer, Fingerabdrücke und Streifen besonders gut zu sehen. Saugen Sie zuerst gründlich, wischen Sie nebelfeucht und trocknen Sie mit einem weichen Tuch nach. Weitere Hinweise gibt der Beitrag zur Pflege von Hochglanz-Laminat.

Dunkles Laminat

Dunkle Böden zeigen Staub, Schlieren und Kratzer deutlicher. Wischen Sie in Längsrichtung der Dielen, wringen Sie den Bezug gut aus, trocknen Sie gleichmäßig nach und dosieren Sie den Reiniger sparsam, denn Rückstände sind auf dunklen Flächen gut sichtbar. Gegen Kratzer helfen Matten am Eingang, regelmäßiges Saugen und Filzgleiter unter allen Möbeln. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Laminatpflege bei dunklen Böden.

Flecken entfernen

Behandeln Sie Flecken schnell und punktuell. Das EPLF beschreibt dafür ein abgestuftes Vorgehen:

  • Gummiabrieb, Absatzspuren, Straßenschmutz, Farbstifte: Nach dem Trocknen mit einem weißen Nylonpad abreiben.
  • Getränke, Obst, Milch, Bier, Wein: Sofort mit einem saugfähigen Tuch aufnehmen. Getrocknete Reste mit Laminatreiniger entfernen und trockenwischen.
  • Fett und Schokolade: Mit einem geeigneten Laminatreiniger entfernen.
  • Teer, Kohlepapier, Farbband und ähnliche Rückstände: Mit wenig Lösungsmittel auf einem Tuch, nur an der Fleckstelle, mit Beachtung der Sicherheitshinweise.

Lösungsmittel und Alkohol können den Leim im Nut-und-Feder-System beschädigen. Fragen Sie deshalb im Zweifel den Hersteller und behandeln Sie niemals große Flächen. Kerzenwachs lässt sich nach dem Erkalten vorsichtig mit einer Plastikkarte abheben. Wischen Sie die behandelte Stelle danach nebelfeucht und trocken nach.

Feuchtigkeitsschäden vermeiden

Die meisten Schäden an Laminat entstehen durch Feuchtigkeit, die in die Fugen gelangt.

  • Verschüttetes: Sofort mit einem saugfähigen Tuch aufnehmen.
  • Blumentöpfe, Haustiernäpfe, Wäscheständer: Mit Untersetzern oder Matten schützen.
  • Eingangsbereich: Nasse Schuhe und Regenschirme gehören auf eine Matte oder Ablage.
  • Raumklima: Das EPLF nennt für den häuslichen Bereich 50 bis 70 % relative Luftfeuchte als geeignet.

Sind Kanten bereits aufgequollen, lässt sich das nicht durch Pflege rückgängig machen. Wenden Sie sich an den Hersteller oder einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen zur Laminatreinigung

Wie reinigt man Laminat im Alltag richtig?

Entfernen Sie Staub, Sand und Haare regelmäßig mit einem Staubsauger mit weicher Bodendüse oder einem Trockenmopp. Eine rotierende Bürstenwalze sollte ausgeschaltet sein. Saugen Sie in Richtung der Dielen, damit kein Schmutz in die Fugen gedrückt wird. Ein Besen eignet sich nicht, weil er Staub nur aufwirbelt.

Wie viel Wasser verträgt Laminat beim Wischen?

Laminat sollte nur nebelfeucht gewischt werden. Der Bezug darf nicht tropfen, und der Boden soll danach rasch abtrocknen. Wischen Sie bei Bedarf trocken nach.

Welcher Reiniger eignet sich für Laminat?

Verwenden Sie einen Reiniger, den der Hersteller Ihres Bodens für Laminat zulässt, und dosieren Sie ihn sparsam nach Herstellerangabe. Produkte mit Wachs, Öl oder Polymeren können Schlieren verursachen. Scheuermittel und aggressive Lösungsmittel können die Oberfläche schädigen.

Sind Essig, Backpulver und Dampfreiniger für Laminat geeignet?

Für die regelmäßige Pflege sind diese Mittel nicht empfehlenswert. Säuren können die Oberfläche angreifen, Backpulver und Scheuermittel wirken abrasiv, und heißer Dampf kann durch die Fugen in die Trägerplatte eindringen. Besser sind klares, lauwarmes Wasser oder ein geeigneter Laminatreiniger.

Wie entfernt man hartnäckige Flecken von Laminat?

Behandeln Sie Flecken punktuell und möglichst schnell. Nach dem EPLF hilft je nach Fleck ein weißes Nylonpad, ein Laminatreiniger oder wenig Lösungsmittel, das nur an der Fleckstelle angewendet wird. Testen Sie das Vorgehen an einer unauffälligen Stelle.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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