Zum Inhalt springen
fussboden-ratgeber.de

Verlegung & Renovierung Redaktion fussboden-ratgeber.de · Stand

Laminat ohne Fuge verlegen: Voraussetzungen und Fehler vermeiden

Inhalt 12 Abschnitte

Voraussetzungen für eine durchgehende Verlegung ohne Übergangsprofil

Eine durchgehende Laminatfläche vom Flur in angrenzende Räume ist möglich, aber nicht automatisch sinnvoll. Entscheidend ist, ob der gesamte Bereich als eine zusammenhängende Verlegefläche arbeiten kann. Das Laminat darf sich an keiner Stelle verklemmen. Türen, Nischen und Raumversprünge ändern daran nichts.

Prüfen Sie vor dem Kauf die Montageanleitung des konkreten Klicksystems. Manche Hersteller erlauben größere zusammenhängende Flächen ohne Profil, andere verlangen ab einer bestimmten Länge oder Breite eine zusätzliche Bewegungsfuge. Maßgeblich ist immer die strengere Vorgabe aus Anleitung und Garantiebedingungen. Die Fläche sollte nicht nur nach Quadratmetern beurteilt werden: Ein langer, schmaler Korridor belastet das Klicksystem stärker als ein kompakter Raum.

  • Alle Räume müssen denselben, ausreichend trockenen Untergrund besitzen.
  • Die Dielen müssen in gleicher Richtung und ohne Zwang durch die Türbereiche laufen.
  • Türzargen, Heizungsrohre und feste Bauteile brauchen rundum den vorgeschriebenen Abstand.
  • Die Fläche darf keine schmalen Ausläufer oder nahezu abgetrennten Teilbereiche bilden.
  • Die Klickverbindungen müssen auch an den Raumübergängen vollständig einrasten.

Zeichnen Sie die geplante Fläche maßstabsgetreu auf und markieren Sie jede feste Last. Bleibt rund um die gesamte Laminatfläche ein freier Bewegungsweg, ist der Verzicht auf ein Übergangsprofil eher vertretbar. Wird dieser Weg durch Küche, Ofen, Trennwände oder Zargen unterbrochen, sollte der Durchgang eine eigene Fuge erhalten. Das wirkt weniger elegant, verhindert aber später sichtbare Aufwölbungen und offene Fugen.

Dehnungsfugen und Wandabstände richtig planen

Der Wandabstand ist die wichtigste Bewegungsreserve einer schwimmenden Laminatfläche. Das Holzwerkstoffmaterial nimmt bei höherer Luftfeuchte Feuchtigkeit auf und gibt sie bei trockener Raumluft wieder ab. Es arbeitet also, auch wenn die Veränderung mit bloßem Auge kaum auffällt.

Planen Sie den Abstand nach der Montageanleitung. Bei langen Flächen, großen Temperaturwechseln oder breiten Dielen verlangen Hersteller oft größere Abstände. Im Zweifel ist der größere Wert die sichere Wahl.

  • Außenwände, Innenwände und Pfeiler vollständig freihalten.
  • Den Abstand auch an Türzargen, Heizungsrohren und Treppenwangen einhalten.
  • Keile während der gesamten Montage in der Fuge belassen.
  • Die Fuge erst nach dem Verlegen mit passenden Sockelleisten abdecken.
  • Sockelleisten nur an der Wand befestigen, niemals am Laminat.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen Türzargen. Werden sie auf den Boden gestellt, klemmen sie die Dielen ein. Kürzen Sie die Zarge unten so weit, dass das Laminat samt Unterlage darunter gleiten kann. Die Schnittkante sollte sauber sein und genug Luft für die geforderte Bewegungsfuge lassen.

Eine Dehnungsfuge wird nicht nur am Rand benötigt. Sie kann auch innerhalb der Fläche erforderlich sein, etwa bei sehr langen Strecken, stark verwinkelten Grundrissen oder unterschiedlichen klimatischen Bereichen. Ein beheizter Wohnraum neben einem deutlich kühleren Flur ist kritischer als zwei gleichmäßig temperierte Zimmer.

Verdeckt ein Türblatt die Fuge, kann ein schmales Übergangsprofil optisch unauffällig bleiben. Soll der Boden dort ohne Profil durchlaufen, muss der Hersteller diese Lösung ausdrücklich zulassen. Wer eine vorgeschriebene Fuge eigenmächtig überbrückt, riskiert offene Klickverbindungen, Knackgeräusche oder hochstehende Dielen.

Messen Sie den Abstand nach der Montage an mehreren Stellen nach. Schon ein einzelner Kontakt zur Wand kann die Beweglichkeit der gesamten Fläche beeinträchtigen.

Prüfpunkte für eine durchgehende Laminatfläche

Prüfpunkt Vorteil einer Verlegung ohne Übergangsfuge Mögliche Risiken Empfehlung
Offener Übergang zwischen Räumen Ruhiges, großzügiges und einheitliches Fugenbild Die Fläche muss als zusammenhängende Einheit arbeiten können Nur ohne Fuge verlegen, wenn die Herstellerangaben dies erlauben
Zulässige Flächengröße Keine sichtbare Unterbrechung durch ein Profil Überschreiten der Herstellergrenzen kann zu Aufwölbungen und offenen Fugen führen Maximale Länge, Breite und Fläche der Montageanleitung prüfen
Wandabstand Das Laminat kann sich kontrolliert ausdehnen Zu geringe Abstände verspannen die gesamte Fläche Abstand nach Montageanleitung einhalten
Türzargen und Türdurchgänge Durchgehende Dielenrichtung ohne sichtbaren Bruch Zargen können die Dielen einklemmen; kurze Reststücke können instabil sein Zargen kürzen, Bewegungsfugen freihalten und den Übergang trocken auslegen
Schmale Flure und Raumversprünge Ein einheitlicher Bodenbelag verbindet mehrere Bereiche optisch Lange, schmale Korridore belasten Klickverbindungen stärker Engpässe und die längste zusammenhängende Strecke sorgfältig vermessen
Einbauküche und schwere Einbauten Die sichtbare Bodenfläche reicht bis an die Küchenfront Schränke und Stellfüße können das Laminat dauerhaft blockieren Küche auf dem tragfähigen Untergrund montieren, nicht auf dem Laminat
Öfen und andere Punktlasten Der Laminatbereich bleibt optisch durchgehend Hohe Punktlasten können Klickkanten und Dielen beschädigen Auf eigenen, tragfähigen und entkoppelten Sockel stellen
Untergrund und Trittschalldämmung Ein ebener, fester Aufbau unterstützt stabile Klickverbindungen Unebenheiten, Feuchtigkeit oder eine zu weiche Dämmung verursachen Knacken und Fugen Untergrund auf Ebenheit und Restfeuchte prüfen, passende Unterlage verwenden
Übergangsprofil Ohne Profil entsteht eine besonders homogene Optik Der Verzicht kann bei kritischen Grundrissen zu Schäden führen Bei überschrittenen Herstellergrenzen oder festen Blockaden eine Bewegungsfuge einplanen

Türdurchgänge und Raumachsen ohne Unterbrechung verbinden

Für ein ruhiges Fugenbild sollte die erste Dielenreihe an der längsten, gut sichtbaren Raumachse ausgerichtet werden. So laufen die Längskanten durch den Türdurchgang, statt dort abrupt zu knicken.

Messen Sie die lichte Breite der Türöffnung, die Wandstärken und den Versatz der angrenzenden Räume. Schon wenige Millimeter Abweichung können dazu führen, dass die Dielen im Durchgang schräg stehen. Eine Schnurschlaglinie oder ein Laser hilft, die Achse vor dem Klickvorgang zu markieren.

  • Die Dielenrichtung im Flur und im angrenzenden Zimmer beibehalten.
  • Die Mittellinie des Durchgangs als optische Referenz nutzen.
  • Querfugen nicht direkt an den Türpfosten oder an schmalen Wandvorsprüngen enden lassen.
  • Stirnfugen benachbarter Reihen ausreichend versetzen.
  • Den ersten Abschnitt trocken auslegen, bevor die endgültige Verbindung erfolgt.

Bei Schlossdielen mit V-Fuge verstärkt die sichtbare Längskante die Wirkung einer geraden Raumachse. Die Dielen sollten deshalb nicht nur technisch, sondern auch optisch fluchten. Muss eine Diele verkantet, geschlagen oder dauerhaft belastet werden, passt der Grundriss nicht für eine unterbrechungsfreie Verbindung.

Legen Sie vor der Montage ein Probelayout mit ganzen und zugeschnittenen Dielen. Achten Sie darauf, ob im Türbereich ein sehr kurzer Anschnitt entsteht. Ein schmales Reststück kann instabil wirken und die Klickkante beschädigen. Verschieben Sie die Startposition, bis ein ausgewogenes Reihenbild entsteht. Die Türblätter sollten nach der Montage frei über den fertigen Boden schwenken. Reicht der Abstand nicht, muss die Tür gekürzt oder neu eingestellt werden.

Schwere Einbauten bei der Laminatplanung berücksichtigen

Schwere Einbauten wirken wie feste Punkte und können die Bewegung einzelner Dielen bremsen. Vor dem Verlegen muss deshalb feststehen, welche Lasten auf dem Laminat stehen und welche Bauteile einen eigenen Bodenaufbau erhalten.

Eine Einbauküche sollte möglichst nicht auf dem Laminat montiert werden. Zuerst kommen Unterschränke, Seitenwangen und Sockel auf den tragfähigen Untergrund. Das Laminat endet sauber vor den Küchenfüßen. Eine schmale Abdeckleiste oder ein Abschlussprofil schützt die Schnittkante, darf die Dielen aber nicht festhalten.

Bei schweren Öfen und Kaminöfen zählt die Aufstandsfläche: Kleine Standflächen erzeugen hohe Drucklasten. Ein geeigneter, lastverteilender Sockel steht direkt auf dem festen Untergrund. Die Dielen werden bis an den Sockel herangeführt, ohne darunter zu verschwinden. Beim Kaminofen kommen Brandschutz und Wärmeeintrag hinzu. Beachten Sie die Montageanleitung des Ofens und die Vorgaben für die Bodenplatte. Lassen Sie die geplante Ausführung vom Schornsteinfeger prüfen.

  • Küchenzeilen auf dem tragfähigen Untergrund montieren.
  • Schwere Öfen auf einen eigenen, stabilen Sockel stellen.
  • Lasten nicht nur nach Gesamtgewicht, sondern auch nach Aufstandsfläche beurteilen.
  • Stellfüße, Sockel und feste Verkleidungen nicht auf die Dielen klemmen.
  • Keine Schrauben durch die Laminatdielen in den Estrich setzen.

Ein häufiger Fehler ist, das Laminat zuerst vollständig zu verlegen und die Küche anschließend daraufzustellen. Das spart scheinbar Zeit, macht spätere Reparaturen aber kompliziert. Muss eine beschädigte Diele heraus, stehen die schweren Elemente im Weg. Das gilt ebenso für Einbauschränke, Raumteiler und massive Regale, die fest verschraubt werden.

Verlegefläche anhand des Grundrisses prüfen

Entscheidend ist nicht allein die Summe der Quadratmeter. Prüfen Sie die Fläche als geometrische Einheit: Wo wird sie schmal, wo knickt sie ab und an welcher Stelle entstehen lange, ununterbrochene Dielenreihen? Ein Grundriss mit wenigen Quadratmetern kann für das Klicksystem anspruchsvoller sein als ein größerer, kompakter Raum.

Übertragen Sie den Plan maßstäblich auf Papier oder in eine einfache Zeichen-App. Markieren Sie Wände, Türöffnungen, Nischen und feste Einbauten. Ermitteln Sie die größte zusammenhängende Länge, die größte Breite und die schmalste Verbindung zwischen zwei Bereichen. Diese Werte vergleichen Sie mit der Montageanleitung des ausgewählten Laminats.

  • Fläche jedes Raumes getrennt berechnen.
  • Den Flur als schmalsten Abschnitt gesondert vermessen.
  • Raumversprünge und Nischen in die Gesamtform eintragen.
  • Die längste Strecke in Dielenrichtung bestimmen.
  • Zuschnitt und Verschnitt getrennt von der zulässigen Verlegefläche kalkulieren.

Achten Sie außerdem auf die Nutzung der Räume. Küche und Wohnbereich werden meist wärmer und feuchter belastet als ein wenig beheizter Flur. Unterschiedliche Raumklimata können die Form der Fläche stärker beeinflussen als die reine Ausdehnung. Bei deutlichen Temperatur- oder Feuchteunterschieden ist eine Trennung technisch oft vernünftiger.

Schlossdielen mit V-Fuge sauber ausrichten und verbinden

Bei Schlossdielen mit V-Fuge entscheidet nicht nur der Klickmechanismus über ein sauberes Ergebnis. Auch Dielenbild, Fugenverlauf und Verbindungsrichtung müssen stimmen. Die V-Fuge macht kleine Abweichungen sichtbar, weil jede Längskante eine klare Schattenlinie bildet.

Öffnen Sie mehrere Pakete und mischen Sie die Dielen vor dem Verlegen. So vermeiden Sie auffällige Farbblöcke und wiederkehrende Muster. Sortieren Sie beschädigte Elemente sofort aus. An Nut und Feder dürfen keine Druckstellen, Späne oder Ausbrüche bleiben.

  • Die Pakete vor dem Verlegen nach Herstellerangabe im Raum akklimatisieren.
  • Die Dielen flach und geschützt aufbewahren.
  • Vor der Montage Nut und Feder auf Schmutz prüfen.
  • Kurze Endstücke nicht direkt nebeneinander anordnen.
  • Das vom Hersteller geforderte Mindestmaß für den Stirnfugenversatz einhalten.

Verbinden Sie die Längsseiten im vorgesehenen Winkel und senken Sie die Diele erst ab, wenn die Feder vollständig in der Nut liegt. Danach wird die Stirnseite nach Anleitung geschlossen. Ein Hammer oder Schlagklotz darf nur dort eingesetzt werden, wo die Montageanleitung ihn erlaubt. Direkte Schläge auf die V-Fuge beschädigen die Dekorkante. Passt die Verbindung nicht leichtgängig, liegt meist ein falscher Winkel, ein Fremdkörper oder ein beschädigtes Profil vor.

Die Schnittkante gehört an eine Wand oder unter eine Abdeckung, nicht in die Blickachse des Türdurchgangs. Entfernen Sie Leim, Dichtmasse oder Montagekleber sofort von der V-Fuge. Solche Rückstände verändern die Schattenwirkung und ziehen später Schmutz an. Eine trockene, weiche Bürste genügt meist; scharfe Werkzeuge gehören nicht an die Dekorkante. Am Ende jeder Reihe kontrollieren Sie, ob die Längskanten bündig liegen, die Stirnfugen geschlossen sind und die V-Fuge ohne Versatz verläuft.

Untergrund, Dämmung und Bewegungsfreiheit kontrollieren

Bevor die erste Diele verlegt wird, muss der Untergrund eben, trocken, fest und sauber sein. Unebenheiten übertragen sich sonst auf die Klickverbindungen. Bei einer langen Fläche vom Flur in mehrere Räume summieren sich kleine Fehler schnell.

Prüfen Sie den Estrich mit einer Richtlatte. Die zulässige Unebenheit gibt die Verlegeanleitung an; größere Abweichungen werden ausgeglichen. Lose Stellen, Staub und Mörtelreste müssen entfernt werden. Auch die Restfeuchte ist wichtig. Sie hängt von Estrichart und Heizung ab, daher bewertet der Bodenleger sie nach Messverfahren und Herstellerangabe.

Die Trittschalldämmung muss zur Dielenstärke und zum Untergrund passen. Sie darf keine weichen Zonen bilden und sollte nicht doppelt gelegt werden. Eine zu nachgiebige Schicht belastet die Klickkanten.

  • Unebenheiten vor dem Verlegen ausgleichen.
  • Restfeuchte mit einem geeigneten Messverfahren prüfen lassen.
  • Eine eventuell nötige Dampfbremse vollflächig und dicht ausführen.
  • Dämmunterlage ohne Überlappungen und Falten verlegen.
  • Keine weiche Zusatzschicht unter eine bereits integrierte Dämmung legen.

Bei mineralischen Untergründen kann eine Dampfbremse erforderlich sein. Auf Holzwerkstoffplatten wird sie nicht automatisch eingesetzt. Entscheidend sind Aufbau, Feuchtequelle und Montageanleitung.

Kontrollieren Sie außerdem, ob Türen, Sockel und Einbauten die fertige Aufbauhöhe vertragen. Dazu zählen Laminat, Unterlage und gegebenenfalls Folie. Die Bewegungsfreiheit zeigt eine Probeverlegung: Legen Sie einige Dielen ohne Verriegelung aus und verschieben Sie sie vorsichtig. Gibt es harte Stopppunkte oder federt der Untergrund stark, beheben Sie die Ursache vor dem eigentlichen Verlegen.

Typische Fehler bei Laminat ohne Übergangsfuge vermeiden

Der häufigste Fehler ist, die Fugenfreiheit nur als optische Entscheidung zu sehen. Technisch zählt das gesamte System aus Dielen, Klickprofil, Unterlage und Raumklima. Wird ein Bauteil übersehen, zeigt sich der Mangel oft erst Wochen später: Die Fläche knackt, öffnet sich oder wölbt sich auf.

  • Herstellergrenze ignorieren: Manche Anleitungen nennen neben der Fläche auch Höchstmaße für Länge und Breite.
  • Unterschiedliche Produkte verbinden: Schon kleine Abweichungen bei Stärke, Klickprofil oder Nutgeometrie verhindern eine sichere Verriegelung.
  • Chargen ungeprüft mischen: Farbton und Oberflächenstruktur können sich zwischen Produktionschargen unterscheiden.
  • Fugen nachträglich verschließen: Silikon, Acryl oder Kleber machen aus einer Bewegungsfuge eine starre Sperre.
  • Türzargen und Schwellen verkleben: Eine feste Verbindung zum Bauteil nimmt den Dielen die notwendige Beweglichkeit.
  • Zu kleine Randstücke einbauen: Schmale Streifen an Raumenden brechen leichter aus.
  • Fehlerhafte Dielen verwenden: Beschädigte Federn oder aufgequollene Kanten gehören aussortiert.

Ein unterschätztes Risiko ist Feuchtigkeit während der Bauphase. Frischer Estrich oder nasser Putz können die Trägerplatte aufquellen lassen. Das Laminat sollte erst in den Raum, wenn die Baufeuchte geprüft und die Arbeiten mit Wasser abgeschlossen sind.

Knackgeräusche deuten oft auf Reibung, Schmutz unter der Unterlage oder eine verspannte Diele hin. Suchen Sie zuerst die Stelle, an der die Bewegung blockiert wird. Bleibt nach der Kontrolle ein Zweifel, ist ein Übergangsprofil die fachlich sauberere Lösung. Es trennt die Bewegungsbereiche und kann trotzdem dezent wirken. Ziel ist ein Boden, der dauerhaft spannungsfrei bleibt, nicht eine möglichst unsichtbare Trennung.

Ablauf: Durchgehende Verlegung vom Flur in den Wohnbereich

Ein sinnvoller Ablauf beginnt mit einer maßstäblichen Zeichnung von Flur und Wohnbereich. Übertragen Sie die Dielenbreite, die sichtbare V-Fuge und die geplante Längsrichtung in den Plan. So wird erkennbar, ob die Dielen im Türdurchgang ohne ungünstige Kurzstücke weiterlaufen.

Legen Sie anschließend einige Reihen trocken aus. Beginnen Sie nicht zwingend an der längsten Wand, sondern an der Stelle, die den späteren Verlauf bestimmt, hier am Übergang vom Flur zum Wohnbereich. Verschieben Sie den Startpunkt so, dass auf beiden Seiten ausgewogene Zuschnitte entstehen.

Die Verlegung kann abschnittsweise erfolgen: zuerst der Flur, danach der Wohnbereich. Wichtig ist, dass die Verbindung im Durchgang während der Montage zugänglich bleibt. Die Dielen müssen sich über den Raumwechsel hinweg in einem Zug verbinden lassen.

  • Grundriss und Dielenformat im gleichen Maßstab einzeichnen.
  • Startpunkt anhand des gesamten Fugenbilds festlegen.
  • Den Türdurchgang vor dem endgültigen Klickvorgang trocken prüfen.
  • Die Richtung der Schlossdielen im Flur und Wohnbereich beibehalten.
  • Die Abschlussarbeiten erst nach der vollständigen Verbindung ausführen.

Kontrollieren Sie den Übergang nach der Montage bei Tageslicht aus mehreren Blickwinkeln. Die V-Fugen sollten ohne sichtbaren Knick weiterlaufen. Bei einer baulichen Sperre bleibt ein sauber gesetztes Übergangsprofil die bessere Entscheidung.

Fazit: Herstellerangaben prüfen, Fuge nur bei geeigneter Fläche weglassen

Eine durchgehende Laminatfläche vom Flur in angrenzende Räume kann eine ruhige, großzügige Wirkung erzeugen. Sie ist aber nur dann dauerhaft sinnvoll, wenn das konkrete Klicksystem diese Ausführung ausdrücklich erlaubt. Die Entscheidung sollte nach dem Abgleich von Montageanleitung, Grundriss und tatsächlichem Bodenaufbau fallen. Wichtig sind die längste Strecke, die breiteste zusammenhängende Fläche und die kleinste Verbindung zwischen den Bereichen.

Fordern Sie vor dem Kauf die aktuelle Verlegeanleitung und die technischen Daten des ausgewählten Produkts an. Prüfen Sie dort die zulässigen Höchstmaße, die Vorgaben für Bewegungsfugen, den geeigneten Untergrund sowie die Bedingungen für Küchen und schwere Feuerstätten. Eine schriftliche Bestätigung des Herstellers oder eines Fachbetriebs schafft mehr Sicherheit als eine pauschale Aussage.

  • Durchgehend verlegen, wenn der Hersteller die Fläche ohne Zwischenprofil freigibt.
  • Die Fuge einplanen, sobald die zulässige Länge, Breite oder Form überschritten wird.
  • Öfen baulich unabhängig vom Laminat ausführen.
  • Die Küchenmontage so planen, dass keine Dielen blockiert werden.
  • Bei widersprüchlichen Angaben die strengere Vorgabe wählen.

Ein unauffälliges Profil ist meist weniger störend als eine aufgequollene oder hochgedrückte Fläche. Passt der Grundriss zur Freigabe des Produkts und bleiben alle Bauteile bewegungsfrei, ist der fugenlose Übergang technisch gut vertretbar.

Häufige Fragen zur fugenlosen Laminatverlegung

Kann Laminat ohne Übergangsprofil vom Flur in andere Räume verlegt werden?

Eine durchgehende Verlegung ist möglich, wenn der Hersteller des konkreten Laminats sie erlaubt und die gesamte Fläche innerhalb der zulässigen Länge, Breite und Quadratmeterzahl bleibt. Außerdem darf es keine festen Blockaden durch Wände, Türzargen, Küchenmöbel oder schwere Einbauten geben.

Wie groß muss der Wandabstand beim Verlegen von Laminat sein?

Der erforderliche Wandabstand richtet sich nach der Montageanleitung des Herstellers. Bei großen oder langen Flächen wird oft ein größerer Abstand verlangt. Er muss an Wänden, Pfeilern, Türzargen, Heizungsrohren und anderen festen Bauteilen eingehalten werden.

Darf Laminat unter einer Einbauküche oder einem schweren Ofen liegen?

Schwere und fest montierte Einbauten können die schwimmende Laminatfläche blockieren. Eine Einbauküche sollte deshalb möglichst auf dem tragfähigen Untergrund montiert werden. Ein schwerer Ofen benötigt einen eigenen, stabilen und gegebenenfalls brandschutzgeeigneten Sockel, der nicht auf dem Laminat steht.

Welche Voraussetzungen muss der Untergrund für eine fugenlose Laminatfläche erfüllen?

Der Untergrund muss eben, trocken, sauber und ausreichend fest sein. Unebenheiten, Restfeuchte und eine zu weiche Trittschalldämmung können zu Knackgeräuschen, offenen Klickverbindungen oder Aufwölbungen führen. Ebenheit, Estrichfeuchte und der passende Unterlagenaufbau sollten vor der Verlegung geprüft werden.

Wann ist ein Übergangsprofil trotz einheitlicher Optik notwendig?

Ein Übergangsprofil ist notwendig, wenn die Herstellergrenzen für Fläche, Länge oder Breite überschritten werden, der Grundriss stark verwinkelt ist oder feste Einbauten die Bewegungsfreiheit unterbrechen. Auch deutlich unterschiedliche Raumklimata können eine zusätzliche Bewegungsfuge erforderlich machen. Die Montageanleitung des gewählten Produkts ist maßgeblich.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

Mehr aus Verlegung & Renovierung